re:publica 2011: WLAN-Statistiken

Auch in diesem Jahr war eine der größten Herausforderungen für das re:publica-Team die Bereitstellung des WLANs für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mittlerweile haben viele von ihnen 2 WLAN-fähige Geräte dabei und sind es gewöhnt, ständig online zu sein, so dass die Anforderungen von Jahr zu Jahr steigen. Ulf Kypke-Burchardi, der Network Manager von newthinking communications, hat für uns die Nutzungsstatistiken und ein paar Hintergrundinformationen zusammengefasst.

Internet @ re:publica 2011 (cc by Anja Pietsch/re:publica)

Internet @ re:publica 2011 (cc by Anja Pietsch/re:publica)

Für die re:publica 2011 hatten wir acht 25iger VDSL-Leitungen, von denen – zum Glück noch vor Beginn in der Nacht zum Mittwoch – eine ausgefallen ist. Das haben wir noch schnell umkonfigurieren und so kompensieren können.

Durchschnittlich waren ca. 500 bis 600 User gleichzeitig im Saal des Friedrichstadtpalast, dem Foyer, dem Quatsch Comedy Club, und in der Kalkscheune online. Interessantes Detail aus den User-Agents am Rande: Im Saal waren am Donnerstag Vormittag über 300 iPads gleichzeitig online, die durch die Nutzung von 5 Gigahertz-WLAN keine Verbindungsprobleme hatten. Der Peek der WLAN-Nutzung war am Donnerstag Mittag mit insgesamt knapp über 1000 gleichzeitigen Usern.

Durchschnittlich haben diese pro Veranstalltungstag ca. 35 Gigabyte Daten durch die VDSL-Leitungen geladen, insgesamt in den 3 rp11-Tagen also etwas mehr als 100 GB. Der Videostream der Vorträge generierte ca. 4 GB pro Tag. Diese Zahlen zeigen klar, dass die Luft teilweise sehr dicht war und es für einige Nutzer zu Datenstau kam.

Das Konzept im Saal des Friedrichstadtpalasts nur den 5 GHz WLAN-Standard (802.11a und n-Geräte) und kein 2.4 GHz WLAN (802.11b und g) anzubieten, ist aufgegangen. Dies ist grundsätzlich auf Veranstaltungen kaum mehr sinnvoll möglich, da die Veranstaltungstechnik zum Teil diese Frequenzen nutzen und damit interferieren. Für Nutzer älterer Geräte kann es daher für solche Anlässe ratsam sein, sich für wenig Geld einen neuen und 5 GHz tauglichen USB-WLAN-Dongle zu besorgen. Zudem haben alle unsere WLAN-Geräte auf dem vergleichsweise neuen n-Standard gearbeitet, wodurch ebenfalls ältere Geräte etwas benachteiligt waren.

Der Druck auf die Mobilfunk-Anbieter durch Kundenbeschwerden war wegen der überlasteten UMTS-Zellen enorm hoch. T-Mobile hat dadurch in diesem Jahr auch endlich reagiert und am Donnerstag Morgen eine zusätzliche GSM-Zelle in den Saal gebaut. Kunden von Vodafone hatte keine Probleme. Leider fiel UMTS von E-Plus und O2 komplett aus – diese Anbieter reagierten darauf gar nicht, weder auf die Kundenbeschwerden, noch auf die überlasteten Zellen.

Sehr gut kam im Übrigen auch die WLAN-Kutschfahrt sowie unsere LAN-Lounge an, bei der wir zu fast 30 Plätzen Kabel-Internet gezogen haben, so dass dringende Arbeiten von dort erledigt werden konnten, wenn man sich gerade nicht ins WLAN einwählen konnte oder die Verbindung langsam war.

Auf der im Anschluss an die re:publica in der Kalkscheune stattfindenden re:campaign zu “den besten Kampagnen im Netz” waren es im Peek ca. 250 gleichzeitige WLAN-User, durchschnittlich waren 100 Nutzer online und die Datenmenge lag zusammen bei ca. 20 GB. Dort gab es keine Probleme und alle Teilnehmer konnten eine gute WLAN-Verbindung nutzen.

An dieser Stelle noch einmal großen Dank an Ulf, Wetter und die großartigen freiwilligen Helfer, die sich um alles rund um WLAN und Netzwerktechnik gekümmert haben.