4. kollektive Intelligenz Eventwoche

Das Netz verändert unsere Welt schneller als wir reagieren können. Die globale Vernetzung gibt den VerbraucherInnen die Möglichkeit sich individuell zu versorgen: Was ich hier nicht bekomme, besorge ich mir aus aller Welt im Netz. Heute dies, morgen jenes.  Das kleine Start-up aus China kann heute direkter Konkurrent eines Großunternehmens aus Bayern sein. Fast alle Produktlebenszyklen werden rasant kürzer und durch High-Tech zudem komplexer. Am Reißbrett entwickelte Produkte, lange Entwicklungszeiten und starre Produktlinien sind ein Auslaufmodell und rennen dem Markt unweigerlich hinterher.

Unser mechanistisches Denken versucht noch immer den Engpass „Innovation“ mit Techniken und ExpertInnenansprüchen anzugehen: Ein Vorgehensplan und ein Team an FachexpertInnen. Doch so simpel ist Innovation nicht mehr zu haben.  Management- und Organisationsformen, die vor 100 Jahren entwickelt wurden, erfüllen unsere Anforderungen heute nicht mehr.  Besonders Gesellschaften, die um die Idee der Innovation, des Lernens und der Veränderung herum gebaut sind, müssen Innovationen jetzt auf allen Ebenen ermöglichen. Das erfordert ein radikal anderes Klima und neue Formen von Teilhabe an Innovationsprozessen. Das Netz stellt hierzu neue Mittel bereit und macht Management in offenen Umgebungen möglich.

Der interne Ergebnisdruck und der externe Konkurrenzdruck erfordern einen anderen Werkzeugkasten von Führungskräften, als bei rein geschlossen agierenden Systemen. Es gilt also Management neu zu erfinden und es an den neuen Rahmenbedingungen unserer hochvernetzten Welt auszurichten.
Neu Ansätze integrieren externe ExpertInnen und PartnerInnen in Innovations- und Managementprozesse. Dabei spielen Open Source Communities eine große Rolle, da diese ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Leistungen grundsätzlich allen zur Verfügung stellen, die ihre Vorgaben beachten. Auch Methoden, wie Crowdsourcing bieten Unternehmen neue Chancen für inspirierende Impulse.

Offenere Ansätze interner MitarbeiterInnenführung und gemischten Entwicklungsteams aus internen und externen Beteiligten setzen sich zunehmend durch.Mit dieser Veränderung kommt die Macht der VerbraucherInnen und MitarbeiterInnen, im Allgemeinen des einzelnen Menschen, durch Teilhabe und direkte Mitwirkung direkt zum Tragen.

Dies haben offene Communities, wie Wikipedia, eindrucksvoll gezeigt. Richtig eingesetzt führen offene Managementmethoden zu besseren und schnelleren Lösungen und zu weitaus agileren Unternehmen.

Im Rahmen der online stattfindenden 4. kollektiven Intelligenz Eventwoche vom 28.01. – 01.02.2013 werden sich 15 ReferentInnen mit unterschiedlichen Themen zum Open Management und den Herausforderungen für innovative Unternehmen befassen, wirklich wichtige Fragen aufwerfen und diskutieren. Darunter ExpertInnen wie Wolfhart Hildebrandt, Andreas Wichmann, Thomas Gegenhuber, Tim Schikora, u.v.m. 
Weitere Informationen unter: http://www.netbaes.net

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