netzpolitik.org: Unser Blog soll schöner werden

Anfang Januar 2013 hat netzpolitik.org die Artikelserie “Unser Blog soll schöner werden” gestartet. Ziel ist es, in einen Dialog mit Leserinnen und Lesern zu treten und damit Feedback, Ideen und Vorschläge für eine Verbesserung und Umgestaltung des netzpolitischen Blogs zu sammeln.

Als erste Anregung zur Diskussion diente die Veröffentlichung der Ergebnisse einer LeserInnenumfrage, bei der u.a. Daten über die demografische Zusammensetzung der Leserschaft erhoben wurden. Auffallend ist der hohe Anteil männlicher Leser, der laut Umfrage bei ca. 92% liegt. Auf Grundlage der Ergebnisse entwickelte sich eine angeregte Diskussion rund um die Frage wie das Blog netzpolitik.org attraktiver und für Frauen interessanter werden könnte.

Im 2. Teil der Artikelserie geht Gründer Markus Beckedahl auf die Zusammensetzung und Entwicklung der Redaktion ein. Auch das Verhältnis zu newthinking wird an dieser Stelle näher erläutert.

“So habe ich mich immer mehr auf netzpolitik.org konzentriert, weil hier mein Herz drin steckt. Ohne newthinking im Hintergrund und ohne die Querfinanzierung hätte ich nicht die Zeit dafür gefunden. Hinzu kommt, dass wir sowohl auf die Systemadministration als auch Buchhaltung, Räume und Bürobedarf auf Ressourcen zurückgreifen können, die man als einzelner Blogger nicht hätte. Das hat auch Vorteile für newthinking gebracht. Die Entwicklung der re:publica, an der wir neben Spreeblick zu 50% beteiligt sind, wäre ohne netzpolitik.org nicht denkbar gewesen.”

WOVOX Team / CC BY-ND 3.0

Im 3. Artikel der “Unser Blog soll schöner werden”-Serie wird das Design des Blogs diskutiert. Im Fokus der Diskussion steht vor allem die Orientierung an unterschiedlichen Lesergruppen. Die Ergebnisse der LeserInnenumfrage zeigen, dass das Blog vor allem von Heavy-Usern oder Gelegenheits-LeserInnen genutzt wird. Weiterhin diskutiert wird die Frage, inwiefern es möglich ist, für beide Lesergruppen eine ansprechende Darstellung zu finden. Bleibt man bei der chronologischen Auflistung der Artikel, wechselt man zu einem mehrspaltigen Aufbau oder soll sich das zukünftige Design an einem Magazin-Style orientieren?

Der 4. Teil der Artikelserie spricht mögliche neue Formate für netzpolitik.org an. Sollen neue Video- und Audioformate ausprobiert werden? Kann das Blog einsteigerfreundlicher werden? Werden alle Veröffentlichungen zum Thema Netzpolitik auf dem Blog zusammengetragen und kommentiert und/oder sollen mehr umfangreich recherchierte Artikel im Mittelpunkt stehen? Wie viel Aufmerksamkeit soll den parlamentarischen Abläufen zu der Thematik gewidmet werden? Im letzten Jahr wurde zum ersten mal ein netzpolitisches Jahrbuch veröffentlicht. Sollen in Zukunft mehr themenbezogene Bücher produziert und gedruckt werden?

“Als Blogger wird man reich und schön!?” Im abschließenden Teil der Serie geht es um die Finanzierung des netzpolitischen Blogs. Dazu wurden zunächst die Einnahmen und Ausgaben der Redaktion offen gelegt. Klar wird, dass die kleine Redaktion ein monatliches Minus von ca. 2200€ macht. Markus Beckedahl schreibt:

Das alles wäre ohne die Querfinanzierung durch newthinking nicht zu bewältigen. Oder mit anderen Worten: netzpolitik.org könnte ohne newthinking derzeit überhaupt nicht funktionieren.

Aus diesem Grund sucht netzpolitik.org nach Wegen, die Einnahmeseite zu steigern. Dabei werden vor allem mögliche zusätzliche Einnahmen durch Crowdfunding, Mikropayment via flattr, Werbung oder Sponsoring diskutiert. Besonders das Crowdfunding scheint eine willkommene Option darzustellen. Über die genaue Umsetzung wird zurzeit noch diskutiert:

Hier haben wir verschiedene Wege zur Diskussion gestellt und sind uns immer noch nicht sicher, ob wir einen Förderverein wollen, es mit einer Crowdfunding-Plattform ausprobieren wollen, beides kombinieren wollen oder einfach nur ein Konto einrichten.

Die Diskussionen rund um die einzelnen Punkte sind noch immer aktuell. Die Redaktion von netzpolitik.org freut sich auch weiterhin über Feedback und Anregungen.

Und auch wir freuen uns! Andreas Gebhard, Geschäftsführer von newthinking, kommentiert: 

Es ist toll zu sehen, wie sich netzpolitik.org in den letzten Jahren entwickelt hat. Mit ca. 30.000 LeserInnen am Tag kann man schon von einem wichtigen Medium sprechen und obwohl netzpolitik.org mal als Nischenblog begonnen hat, steht es heute an der Spitze der deutschen Blogosphäre. Dafür war und ist eine ausgewogene Berichterstattung notwendig. Dies wird auch die Leitlinie für die Zukunft sein.

Ein Kommentar zu netzpolitik.org: Unser Blog soll schöner werden

  1. Pingback: newthinking.de » Archive » Wir gründen einen Verein

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>