ict@innovation – Open Source Software in afrikanischen IT Unternehmen

Das ict@innovation Programm hat zum Ziel, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im IT Sektor in verschiedenen afrikanischen Ländern durch verbesserte Kompetenzen in der Erbringung von Dienstleistungen mit Free/Open Source Software (FOSS) zu unterstützen. Die afrikanischen IT-KMU sollen somit in eine bessere Lage versetzt werden, an lokale Anforderungen angepasste, erschwingliche und innovative FOSS-Lösungen für KundInnen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand zu erbringen und so zur Entwicklung nachhaltiger und unabhängiger lokaler IT Infrastrukturen beizutragen.

KundIn: GIZ (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit), ehemals InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH)

Zeitraum: 2007 – 2010

MitarbeiterInnen: Andrea Goetzke, Geraldine de Bastion

2007 lief die Planungsphase des ict@innovation Programms. Auf der Basis von Hintergrundrecherchen und einem viele AkteurInnen und spätere ProjektpartnerInnen einbeziehenden Konsultationsprozess haben wir Empfehlungen zur Programmgestaltung entwickelt. Die Analyse war mit Expertengesprächen vor Ort in Uganda (hier v.a. mit der lokalen IT UnternehmerInnen Szene), in Kenia (mit IT UnternehmerInnen, Organisationen, Universitäten) als auch in Südafrika (mit VertreterInnen von Organisationen, Netzwerken und Universitäten) verbunden. Eine der Empfehlungen war es beispielsweise, zur Unterstützung der IT Wirtschaft zum einen und der Nutzung von Open Source Software zum anderen, auf der Ebene von kleinen und mittleren IT Unternehmen anzusetzen. Auch die drei Handlungsfelder A) FOSS Geschäftsmodelle, B) FOSS Zertifizierung und C) Programmierkenntnisse in der Weiterentwicklung von FOSS Lösungen und Anpassung an lokale Gegebenheiten waren Ergebnisse der Studien.

Gespräche zur Planung des ict@innovation Programms, z.B. am East African Center for Open Source Software in Kampala/Uganda

Von 2008 bis 2010 haben wir den Aufbau des Programms als internationale KoordinatorInnen mit gesteuert und umgesetzt. Dazu gehörte insbesondere die Moderation eines partizipativen Planungsprozesses zur konkreten Ausgestaltung der einzelnen Programmbereiche, der die verschiedenen afrikanischen ProjektpartnerInnen, als auch weitere am Programm beteiligte AkteurInnen mit einbezogen hat. Haupt ProjektpartnerIn des ict@innovation Programms vor Ort ist die Free Software and Open Source Foundation for Africa (FOSSFA).

Gruppenfoto des Planungsworkshops zur Komponente Gruppenfoto des Planungsworkshops zur Komponente “FOSS Certification” des ict@innovation Programms, in Johannesburg/Südafrika

Zum einen lief der Planungs- und Gestaltungsprozess online ab, über das ict@innovation Portal, welches newthinking entwickelt und betreut hat.

In von uns organisierten partizipativen Planungsworkshops in Dakar/Senegal, Johannesburg/Südafrika, sowie Kapstadt/Südafrika wurden gemeinsam die einzelnen Projekte des Programms entworfen. Steering Committee Treffen, teilweise online, teilweise vor Ort ermöglichten allen ProjektpartnerInnen die Mitgestaltung der Aktivitäten. Wir haben Ideen für verschiedene Projektkomponenten beigetragen und diese teilweise mit entwickelt. Eine Studienreise für afrikanische FOSS ExpertInnen zum Linux Tag in Berlin haben wir organisiert.

Um Öffentlichkeitsarbeit und Community Building haben wir uns ebenfalls gekümmert, beispielsweise bei der Idlelo 4 Konferenz in Accra/Ghana.

Zum Abschluß der dreijährigen Aufbauphase sind die drei Projekt-Bereiche FOSS Business, FOSS Certification, FOSS Learning by Coding (betreutes Praktikantenprogramm) in vollem Gange, mit jeweils lokalen KoordinatorInnen und TrainerInnen vor Ort. Zunächst in verschiedenen Ländern des östlichen und südlichen Afrikas implementiert, wird das Projekt in der Verlängerungsphase auch in Westafrika aktiv. Aktuelle Informationen gibt es auf der ict@innovation Website.