Interview mit Stefan von der droidcon Berlin

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Unser Ticketpartner Eventbrite hat sich mit Stefan Hoth, Mitglied im Programmkomitee der droidcon Berlin, Deutschlands größter Androidkonferenz, getroffen. Er gab einen Einblick in die Konferenz und erklärte, wie die Sessions ausgewählt werden und wie es um die Zukunft von Android bestellt ist.

Stefan arbeitet als Android Software Craftsman bei Novoda in Berlin. Außerdem hilft er bei der Organisation von Communityevents wie Google Developer Group Berlin, Berlin Hack and Tell oder dem DevFest Berlin – also genau die richtige Person um über die EntwicklerInnenkonferenz in Berlin zu sprechen.

Eventbrite: Lieber Stefan, erzähl doch mal – was genau ist die droidcon Berlin? Wen kann man treffen und was kann man dort lernen?
Stefan: Auf der droidcon Berlin trifft sich einmal im Jahr die internationale Android-Community. Die Veranstaltung ist von einem Treffen weniger EnthusiastInnen, zu einer großen Konferenz gewachsen. Mittlerweile mit vielen parallelen Tracks und einer facettenreichen Auswahl von Spezialthemen für Interessierte und Professionals. Die Atmosphäre ist aber die Gleiche geblieben: Man trifft sowohl Gleichgesinnte, bekannte Gesichter als auch große Namen.

Warum überhaupt Android?
Am Anfang stand eine Idee: Ein offenes System für die vernetzte Zukunft, basierend auf Java, einer weit verbreiteten Programmiersprache mit vielen Tools. Mittlerweile ist aus Android die Plattform geworden, die Milliarden von Geräte antreibt und in abgewandelten Formen auch neuere Formate wie Android Wear und Brillo ermöglicht.

Wie wird der Inhalt der Konferenz ausgewählt?
Wir rufen Interessierte dazu auf, in unserem Call for Papers interessante Themen einzureichen. Dieses Jahr war die Resonanz mit 172 eingereichten Vorträgen und Workshops besonders hoch. Das Konferenzprogramm wird dann aus den eingereichten Beiträgen von einem unabhängigen Programmkomitee zusammengestellt. Seit zwei Jahren werden diese im ersten Durchgang anonymisiert bewertet, sodass kein bewusster oder unbewusster Einfluss durch die Kenntnis des Namens oder anderer Details ausgeübt werden kann. Die Inhalte müssen überzeugen.

In weiteren Runden werden die am besten bewerteten Sessions nach Themen gruppiert und weiter diskutiert. Doppelte bzw. ähnliche Themen werden gegeneinander abgewogen und der beste Vorschlag ausgewählt. Insgesamt ist es unser Anspruch, eine Mischung aus aktuellen, praktisch orientierten aber auch kreativen Themen zu finden.

Was sind die wichtigsten Themen 2016? Wie entwickelt sich Android weiter?
Schon in den letzten Jahren wurde Android von der Industrie als leichtgewichtige aber potente Basis für vernetzte Systeme entdeckt. Doch erst in den letzten Monaten sieht man immer mehr Consumer-Produkte die auf Android basieren: Kühlschränke, Fahrzeugsysteme, Verkaufsautomaten, Spielzeuge oder Einrichtungsgegenstände – alle profitieren von der einfachen Integration von Sensoren und Netzwerkfähigkeiten. Mit dem Siegeszug von Android auch in diesen Bereichen stellen sich für EntwicklerInnenteams ganz neue Herausforderungen wie Geräte ohne Bildschirme, neue Sensoren, neue Anwendungsfälle, Updatezyklen und vieles mehr. Eine spannende neue Welt!

Was sind deine Erwartungen an die Konferenz dieses Jahr?
Ich freue mich darauf, wieder viele FreundInnen aus der Community zu treffen und sich auszutauschen. Die bisherigen Einreichungen lassen jetzt schon auf hochkarätige Vorträge und Workshops hoffen. Ich werde es wohl wieder schwer haben, zu entscheiden, mit welchen Talks ich die Konferenztage verbringen möchte.

Was ist an der Berliner droidcon besonders?
Trotz der mittlerweile enormen Größe der Konferenz kann man doch noch jeden treffen. Auch gefällt mir, dass die Community bei der Programmgestaltung und dem Rahmenprogramm mit einbezogen wird. Somit fühlt sich die droidcon viel “persönlicher” als andere Konferenzen an. Nicht zuletzt durch die Unabhängigkeit von Google kann man auch Lösungen abseits vom Mainstream sowie kritische Stimmen auf der droidcon finden – eben ein Abbild der realen Welt in der sich Android-EntwicklerInnen bewegen.

Das vollständige Interview findet ihr hier.

Foto: CC BY-SA 2.0 by Gregor Fischer

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